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Die Ergebnisse der Sprachforschung
Nun, der Weg, etwas komplizierter und ausgreifender, ergibt sich schon aus der sprachlichen Ableitung, die das volksetymologische "Marci panis" seit langem verdrängt hat.
Um das Jahr 1000 kursierten im Orient byzantinische Münzen mit dem Bild des thronenden Christus, die Mauataban (sitzender Mann) genannt wurden. Die Venezianer führten um 1200 auch diese Münzen ein und bezeichneten sie mit "Mataban". Der Begriff verlagerte sich auf ein Zehntel des Wertes und übertrug sich in dieser Relation auch auf andere Maße, z.B. auf den Schiffszoll, vor allem aber auf Getreide- und Schachtelmaße. Im Neapolitanischen und
Sizilianischen sind die Wörter Martzapane und Marzapane im 13. Jahrhundert für "Schächtelchen" belegt, auch das Provencalische kennt diese Bezeichnung. Frühzeitig erfolgte die Versendung von Gewürzen und Konfekten in diesen Spanschachteln. Im Laufe des 13. Jahrhunderts muß dann der Begriff "Mazaban" für Schachtel auch auf den Inhalt übergegangen sein. Der französische Arzt Arnaud de Villeneuve (gest. 1313) gibt die erste Nachricht von der
Süßigkeit Mazapan auf europäischem Boden. |